by Tom Schulz

Wir bei AQAL unterstützen BIOTOPIA, das neue LifeScience Museum, das im heutigen Münchner Museum Mensch und Natur entstehen wird. BIOTOPIA ist mehr als ein Museum — es wird eine Plattform für die Bildung und die Begegnung von Wissenschaft, Unternehmen, Politik und Bürgern rund um die sich dramatisch entwickelnden Themen in der LifeScience. So wie das Deutsche Museum die historische Entwicklung der Ingenieurwissenschaften und der Industrialisierung darstellt, so wird BIOTOPIA die aktuellen und zukünftigen Themen aufgreifen, die schneller auf uns zukommen als es die gewohnten gesellschaftlichen Prozesse verdauen können. Es wird durchaus kontroverse Diskussion geben, wenn wir uns fragen müssen, wie die Milliarden Menschen auf der Erde sich ernähren sollen.

Beim EAT Festival am 26. Mai 2019 ist genau das Gewünschte passiert: Bei Vorträgen und Diskussionen zu industriell hergestelltem Fleisch reagiert das Publikum erst mit Kopfschütteln, dann mit Erstaunen, dann mit Begreifen… aber sollen wir denn dann unser Fleisch aus der Google oder Amazon-Fabrik beziehen? Ist das gesünder als heutiges Fleisch? Was wird aus dem bayerischen Landwirt? Können wir uns auf Slow Food zurückziehen?

Wir empfehlen unbedingt den in wenigen Wochen erscheinenden Report von Jamie Arbib zum Thema “The Food Disruption”. Jamies Report zu “Disrupt Transportation” ist für viele Industrieinsider eine “Bibel”. Beim EAT Festival hat er seine Kernthesen vorgestellt: Die Disruption wird schon Mitte der 2020er-Jahre deutlich sein, wenn die Kosten der industriellen Fleischproduktion vergleichbar sein wird mit Produktion aus Tierhaltung.

Die Ausstellung (M)eat the Future ist noch bis zum 23. Juni 2019 im Museum Mensch und Natur zu sehen. Sehr interessant und kreativ: wenn das Fleisch nicht vom Tier kommt, kann es plötzlich ganz anders aussehen und verarbeitet werden!


Weitere Info:
Jamie Arbib, Mitgründer von RethinkX, eines gemeinnützigen Think Tanks. Berühmt durch den Report “Disrupt Transportion”, erscheint demnächst der neue Report “Disrupt Food”. Der Food Report von RethinkX, der im Frühsommer veröffentlicht wird, konzentriert sich auf die Tierhaltung. Er geht davon aus, dass die Kosten für die Herstellung synthetischer Proteine bis Mitte der 2020er Jahre unter die Kosten für bestehende tierische Proteine sinken werden, während sich die Qualität weiter verbessert. Dies wird zu einer raschen, von den Marktkräften getriebenen Disruption führen, die dazu führt, dass tierische Produkte bis Mitte der 2030er Jahre veraltet sein werden. RethinkX untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen dieser Neuausrichtung auf Landnutzung, Gesundheit, Klimawandel, Entwaldung, Ernährungssicherheit und mehr.
(Quelle: BIOTOPIA)